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Totenbrett als Andenken für Alfons Eichmeier sen. 

Grafentraubach/Schönstein: Am Fest Maria Himmelfahrt versammelten sich in Schönstein, Gde. Stallwang  die Familie , Freunde und Bekannte von Alfons Eichmeier  um die Segnung  seines Totenbrettes  würdig zu begehen.  Für BGR Josef Schmaißer , langjähriger Pfarrer von Grafentraubach  war es eine besondere Freude  diese Segnung auszuführen .  In seiner Ansprache erinnerte  BGR Schmaißer  an viele Gespräche mit  Alfons Eichmeier,  in der er von der Heimat im Bayerischen Wald sprach ,  wie oft er diese Heimat mit den Kindern und Enkeln besuchte. So ist es nur verständlich, dass man heute ein sichtbares Zeichen in Form eines Totenbrettes  erstellt und segnet.  Dieses Totenbrett  ist ein  Andenken an einen Menschen der hier geboren, gelebt und gearbeitet und nie seine Wurzeln vergessen hat. Weiter sprach der Geistliche über die Geschichte des Totenbrettes.  Die Totenbretter haben ihren Ursprung im Bayerischen Wald. Sie gehen ins 7./8. Jahrhundert zurück, da man damals keinen Sarg kannte.  Der Verstorbene wurde zuhause auf einem Fichtenbrett aufgebahrt. Die Familie, die Verwandtschaft und Nachbarn kamen zur Totenwache und am nächsten Tag  brachte man den Verstorbenen unter geistlicher Begleitung zum Friedhof. Anfangs wurde der Tote mit dem Brett langsam ins Grab gesenkt später veränderte sich der Brauch, sodass man das Totenbrett  als Gedenkbrett   in der Nähe des Anwesens aufstellte.   Der Volksglaube sagt uns, sobald das Totenbrett verfault ist, ist die Seele aus dem Fegfeuer erlöst.  Ebenso bitten diese stillen Andenken an ein Gebet für unsere Verstorbenen.